Automotive Telemetrie

Fahrzeug als ein rollender Sensor.

Was viele Menschen gar nicht wissen: Ein Fahrzeug ist ein rollender Sensor, der nicht nur Zustände eigener Teile und Aggregate registriert, sondern auch die Welt um sich herum „ertastet“. All diese Informationen werden in sekundenbruchteilen aufgenommen, auf den Fahrzeug-CAN-Bussen weitergegeben und verarbeitet.
Über 4000 Sensorinformationen auf CAN-Bussen werden ausgetauscht, um alle Fahrzeugfunktionen zu gewährleisten. Doch danach werden sie von der Fahrzeugelektronik nicht mehr benötigt und daher vergessen. In 10 Millisekunden kommen neue Werte.
Die Aufgabe der Fahrzeugtelemetrie ist es, diese Daten aufzuzeichnen, zu veredeln und für die Nachwelt nutzbar zu machen.

Das Projekthaus car2entreprise

car2enterprise ist die Telemetrieplatform der VW AG. c2e verfolgt einen integrierten Ansatz, bei dem die Daten-Akquise, Messkampagnen-Verwaltung und Auswertung der Ergebnisse in einer Plattform verbunden sind.

Im Projekt car2enterprise sind wir seit 2004 tätig und waren maßgeblich an der Konzeption und Realisierung diverser Teilprojekte der car2enterprise Plattform beteiligt. Wir verfügen zum gegenwärtigen Zeitpunkt über insgesamt 53 Mannjahre Erfahrung in der Entwicklung von Telemetrielösungen.

Nachfolgend ein Auszug aus der Liste der Projekte, zu dessen Erfolg wir signifikant beigetragen haben.

 

Predictive
Maintenance

Die Idee: durch die Analyse der Telemetriedaten ist es möglich, den Bedarf eines Fahrzeugs nach Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen zu prognostizieren.

Damit ist es möglich, die Bedarfe eines Fahrzeuges zu erkennen, noch bevor es dem Fahrzeug selbst in Form von Signallampen oder Warnmeldungen „bewusst“ wird. Auf dieser Basis lassen sich diverse Marketing-Maßnahmen herleiten.

Zum Beispiel können regionale Aufkommen für lokale Marketingkampagnen sowie zur Logistikoptimierung genutzt werden.

Einige Zustände von Verbrauchsteilen und Füllstände von Betriebsstoffen werden mit direkten Sensoren erfasst. Andere dagegen müssen durch indirekte Messungen und komplexe mathematische Modelle indirekt hergeleitet werden.

Nutzungsoptimierung
von Flotten

Die Idee: bei industriell genutzten Flottenfahrzeugen lässt sich über den Aufenthaltsort auf die momentane Nutzungsart des Fahrzeugs schließen.

Befindet sich ein Fahrzeug auf einer Werkstattfläche, so handelt es sich sinngemäß um einen Werkstattaufenthalt.

Dabei sind lediglich die Standzeiten relevant, d.h. die Flächen auf denen das Fahrzeug abgestellt wird. Hiermit entfällt die Notwendigkeit, die exakte Route aufzuzeichnen, was mit erheblichen Datenschutzproblemen verbunden sein kann.

Die Fahrzeuge können nach beliebigen Merkmalen für die Auswertungen gruppiert werden, sei es nach Einsatzgebiet, Ausstattungsmerkmalen o.ä.

Telemetriedienste
für Kleinserie

Die Idee: wie der Name schon sagt, werden Kleinserienfahrzeuge eben in kleinen Stückzahlen produziert. Für solche Mengen lohnt es sich für den Hersteller nicht, Know-How und Lagerbestände im flächendeckenden Werkstattnetz aufzubauen. Stattdessen wird eine Mannschaft aus erfahrenen Flying Doctors eingesetzt, die zu den bedürftigen Fahrzeugen mitsamt nötigen Diagnoseinstrumente bzw. Material „ausfliegen“.

Die Telemetrie kann in solchen Einsatzszenarien Wunder bewirken – Fahrzeuge können auf Distanz diagnostiziert werden, und Flying Doktors kommen sodann vorbereitet zu ihrem Einsatz. Kommt die Prädiktion ins Spiel, so lassen  u.U. Ausfälle im Vorfeld verhindern, und die Zahl der teuren Einsätze wird weiter reduziert.

Telemetriebasierte
Aftersales-Lösungen

Die Idee: seitdem die modernen Fahrzeuge zu rollenden Netzwerken mutierten, ist das Problem sporadischer Fehler allgegenwärtig. Wer kennt das nicht – das Auto spielt beim Fahren verrückt, doch kaum in der Werkstatt, ist der Fehler nicht mehr feststellbar.

Zuweilen sind die Fehler nur mit dem originalen Fahrzeug, originalem Fahrer und auf der originalen Strecke – kurzum – nur in der authentischen Verwendung reproduzierbar. Da hilft es nicht, wenn der Mechaniker kurz mal um den Block fährt.

Hier kommt eine Idee aus der Medizinwelt zum Tragen: das Langzeit-EKG. Ein Telemetriegerät wird im Fahrzeug installiert und geht mit auf die tägliche Tour. Die Sensordaten werden dauerhaft im laufenden Fenster aufgezeichnet und auf Signal des Fahrers für gewisse Zeit vor und nach dem Auftreten dauerhaft gespeichert. Ausgewertet durch einen Spezialisten, ergeben die Daten in den meisten Fällen den Aufschluss über die Ursache und helfen dem Unternehmen, die Garantiekosten zu senken.

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